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08 Warum dieses lernkonzept funktioniert

Warum unser Lernkonzept funktioniert – Zahlen und Rechnen von Anfang an verstehen

Warum haben so viele Kinder Schwierigkeiten beim Rechnen?

Rechnen gehört zu den abstraktesten Dingen, die dein Kind in der Schule lernt.

Viele andere Lerninhalte lassen sich unmittelbar mit Dingen aus dem Alltag verbinden. Bei Zahlen ist das anders. Genau darin liegt eine der großen Herausforderungen beim Rechnenlernen.

Damit dein Kind sicher rechnen lernt, muss es zuerst verstehen, was Zahlen bedeuten.

In diesem Artikel erfährst du, warum herkömmliche Lernmethoden Kindern Schwierigkeiten bereiten können und warum unser Lernkonzept hilft Zahlen und Rechnen einfacher zu lernen und besser zu verstehen.

Außerdem zeigen wir dir, auf welchen Erkenntnissen aus der Lernforschung unser Konzept aufbaut.

Warum Kinder mit diesem Lernkonzept Zahlen und Rechnen wirklich verstehen

1. Die richtige Lernreihenfolge

Was dein Kind verstanden hat, kann es viel leichter anwenden und für das weitere Lernen nutzen.

Genau darauf baut unsere Lernreihenfolge auf. Jeder Lernschritt vermittelt deinem Kind ein neues Verständnis, das es im nächsten Schritt wieder braucht.

Hat dein Kind den ersten Lernschritt verstanden, besitzt es bereits die Grundlage für den zweiten. Es muss also nicht wieder bei null anfangen, sondern kann auf seinem vorhandenen Wissen aufbauen.

Das macht den nächsten Lernschritt leichter verständlich. Gleichzeitig wird das bereits Gelernte immer wieder angewendet und dadurch gefestigt.

Dieses Prinzip setzt sich durch die gesamte Lernreihenfolge fort: Jeder neue Lernschritt baut auf dem Verständnis auf, das dein Kind zuvor entwickelt hat.

So entsteht Schritt für Schritt ein sicheres Verständnis für Zahlen und das Rechnen.

2. Die richtigen Lernmittel

Auch die Auswahl der Lernmittel hat einen großen Einfluss darauf, wie leicht Kinder Zahlen verstehen lernen.

Ein gutes Beispiel sind Mengenkarten. Sind die Gegenstände auf einer Karte ungeordnet verteilt, müssen Kinder bereits bei Mengen ab vier oder fünf häufig anfangen, die Gegenstände einzeln abzuzählen.

Bei einer festen, übersichtlichen Anordnung ist das anders. Kinder lernen, die Mengen anhand ihrer Anordnung direkt zu erkennen, ohne jeden Gegenstand einzeln zählen zu müssen.

Das ist ein entscheidender Unterschied: Statt das Abzählen zu üben, entwickeln Kinder ein Verständnis für die Mengen und ihre Beziehungen zueinander.

Dieses Prinzip gilt nicht nur für Mengenkarten. Auch andere Lernmittel und Übungen müssen so aufgebaut sein, dass Kinder die Zusammenhänge möglichst einfach erkennen und verstehen können.

Denn gute Lernmittel helfen Kindern nicht nur dabei, Aufgaben zu lösen. Sie helfen ihnen zu verstehen, warum etwas so funktioniert.

3. Kindgerechtes Lernen

Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen Neues entdecken, Zusammenhänge verstehen und ihre Umwelt kennenlernen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Dinosaurier, Tiere oder das Rechnen geht. Entscheidend ist, dass das Lernen kindgerecht gestaltet wird und Spaß macht.

Besonders spannend wird es für dein Kind, wenn es versteht, warum etwas interessant oder nützlich ist. Beim Rechnen bedeutet das, dass es zuerst entdeckt, welche Vorteile es hat, Zahlen zu kennen und mit ihnen umgehen zu können.

Am besten gelingt das, wenn die Lerninhalte mit der Erlebniswelt deines Kindes verbunden werden. Bilder wecken die Neugier, kleine Geschichten machen Zusammenhänge verständlich und abwechslungsreiche Spiele laden dazu ein, das Gelernte selbst auszuprobieren.

So entdeckt dein Kind Schritt für Schritt neues Wissen, erlebt eigene Erfolgserlebnisse und bekommt Lust, noch mehr zu lernen.

Dabei lernt dein Kind nicht nur die Zahlen und das Rechnen. Es macht auch die wichtige Erfahrung, dass Lernen Spaß macht.

4. Lernen, das zu unserem Gehirn passt

Ob Kind oder Erwachsener – unser Gehirn lernt nach denselben grundlegenden Prinzipien. Damit wir etwas Neues lernen können, müssen wir zunächst verstehen, was die Informationen bedeuten. Besonders leicht fällt uns das, wenn wir neue Informationen mit etwas verbinden können, das wir bereits kennen.

Doch unser Gehirn nimmt jeden Tag unzählige Informationen auf. Es kann sich unmöglich alles dauerhaft merken. Deshalb spielt es eine wichtige Rolle, welche Informationen als bedeutsam erkannt und durch Wiederholung gefestigt werden.

Dabei sind zwei Dinge besonders wichtig:

  1. Das Gehirn muss erkennen, warum eine Information wichtig ist.

Wenn dein Kind versteht, wofür es etwas braucht, bekommt das neue Wissen eine Bedeutung.

Genau dabei helfen kleine Geschichten und Beispiele aus dem Alltag. Sie wecken die Neugier und zeigen deinem Kind, warum es sich lohnt, etwas Neues zu lernen.

  1. Wiederholungen helfen, das Gelernte dauerhaft zu behalten.

Einmal etwas verstanden zu haben, bedeutet noch nicht, dass man es sich dauerhaft merken kann.

Erst durch wiederholtes Anwenden wird das Wissen gefestigt. Besonders gut eignen sich dafür abwechslungsreiche Übungen und Spiele, bei denen dein Kind das Gelernte immer wieder auf unterschiedliche Weise nutzt.

So wird aus einer unbekannten Zahl etwas, mit dem dein Kind tatsächlich etwas anfangen kann.

Auch die richtige Lernreihenfolge unterstützt diesen Prozess. Denn jeder neue Lernschritt greift auf bereits vorhandenes Wissen zurück. Dein Kind wendet das Gelernte erneut an, vertieft sein Verständnis und erweitert gleichzeitig seine Fähigkeiten.

So greifen Verstehen, Wiederholen und das Aufbauen auf vorhandenem Wissen ineinander. Das macht das Lernen leichter und hilft, neues Wissen langfristig zu festigen.

Zahlen und Rechnen spielerisch lernen

Mit unserem Lernangebot begleitest du dein Kind Schritt für Schritt von den Zahlen bis zu den ersten Rechenaufgaben.

Fazit: Verstehen und Spaß am Lernen gehören zusammen

Lernen soll Spaß machen. Gerade bei Kindern gelingt das am besten, wenn sie spielerisch und kindgerecht an neue Themen herangeführt werden.

Doch Spaß allein reicht nicht. Das Lernen soll auch zu einem klaren Ziel führen: Dein Kind soll die Zahlen und das Rechnen einfach und sicher verstehen. Wenn es versteht, was es tut, erlebt es eigene Erfolge. Das macht Freude, stärkt seine Neugier und weckt die Lust, noch mehr zu lernen.

Dabei geht es um mehr als nur Zahlen und Rechnen. Dein Kind macht eine Erfahrung, die für seine gesamte Entwicklung wichtig ist: Neues zu lernen kann richtig Spaß machen!

Damit spielerisches Lernen und sicheres Verstehen zusammenkommen, ist ein durchdachter Aufbau entscheidend. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie, Lernforschung und Mathematikdidaktik liefern dafür die Grundlagen.

So wird aus spielerischem Lernen ein nachhaltiges Verständnis – und aus ersten Erfolgserlebnissen die Freude am Lernen.

Die wissenschaftlichen Grundlagen zum Lernkonzept

Frühes Zahlenverständnis ist entscheidend für den späteren Lernerfolg

Die Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Kristin Krajewski und der Psychologe Prof. Dr. Wolfgang Schneider untersuchten in einer vierjährigen Langzeitstudie, welche Fähigkeiten im Vorschulalter für den späteren Mathematikunterricht besonders wichtig sind.

Das Ergebnis: Kinder, die bereits vor der Einschulung Mengen mit Zahlen verbinden konnten, zeigten später bessere mathematische Leistungen. Die entsprechenden Fähigkeiten im Vorschulalter waren ein wichtiger Vorhersagefaktor für den schulischen Lernerfolg.

Die Untersuchung wurde 2009 in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Learning and Instruction veröffentlicht.

Mengen und Zahlen gehören beim Lernen zusammen

In einer weiteren Langzeitstudie untersuchten Krajewski und Schneider den Zusammenhang zwischen frühen mathematischen Fähigkeiten und den späteren Mathematikleistungen von Grundschulkindern. Auch diese Untersuchung bestätigte die besondere Bedeutung des frühen Mengen-Zahlen-Verständnisses.

Dabei zeigte sich, dass die Fähigkeit, Zahlwörter mit Mengen zu verbinden, für die weitere mathematische Entwicklung bedeutsam ist.

Anschauliche Lernmaterialien unterstützen das mathematische Verständnis

Nicht nur das Zahlenverständnis selbst, sondern auch die Art der Vermittlung ist wissenschaftlich untersucht. Die britische Education Endowment Foundation hat internationale Forschungsergebnisse zum frühen Mathematiklernen ausgewertet.

Ihre Empfehlungen betonen die Bedeutung anschaulicher Materialien, bildlicher Darstellungen und mathematischer Symbole. Kinder profitieren davon, wenn sie mathematische Zusammenhänge zunächst anschaulich kennenlernen und anschließend mit Zahlen und Rechenzeichen verbinden.

Warum neue Erkenntnisse beim Zahlenlernen nur langsam ankommen

Unser Schulsystem verändert sich nicht von heute auf morgen. Neue Erkenntnisse müssen zunächst bekannt werden, in Lehrpläne einfließen, in der Ausbildung vermittelt und schließlich im Unterricht umgesetzt werden. Das braucht Zeit.

Hinzu kommt etwas ganz Menschliches: Wir greifen gerne auf das zurück, was wir selbst gelernt haben und womit wir vertraut sind.

Das gilt auch beim Unterrichten. Viele Methoden werden über lange Zeit weitergegeben, selbst wenn die Forschung inzwischen neue Möglichkeiten aufgezeigt hat.

Auch die Lernmittel werden nur sehr langsam ersetzt

Gerade im Vorschulbereich gibt es unzählige Bücher, Übungshefte und digitale Lernangebote. Viele davon sehen ansprechend aus und versprechen, Kinder optimal auf die Schule vorzubereiten.

Lernmittel sind aber schließlich auch Produkte, die verkauft werden müssen. Bekannte Konzepte und erfolgreiche Buchreihen lassen sich leichter weiterführen, als völlig neue Lernansätze zu entwickeln.

Wer bei Online-Buchhändlern oder im klassischen Buchhandel nach Lernmaterialien sucht, die den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen, muss deshalb oft sehr lange suchen. Denn die beliebtesten und meistverkauften Lernmittel sind nicht automatisch diejenigen, die moderne Erkenntnisse der Lernforschung berücksichtigen.